Kreishaushalt 2025

Herausforderungen des Kreishaushalts 2025

Kurz

Der Kreishaushalt 2025 des Landkreises Saarlouis beträgt 397 Millionen Euro, ein Anstieg von 16 Millionen Euro. Die Kreisumlage steigt um über 23 Millionen Euro auf 52,48 %. Trotz finanzieller Belastungen investiert der Landkreis 32,5 Millionen Euro, vor allem in Schulen und Kitas. Der Umlagesatz bleibt der niedrigste im Saarland.

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Herausforderungen des Kreishaushalts 2025

KREIS SAARLOUIS | Die Sitzung des Kreistags am 12.12.2024 führte zur Beschlussfassung des Haushalts 2025 mit den Stimmen der SPD/CDU-Koalition, während die AfD den Haushalt ablehnte und für ihre Haltung Kritik von den anderen Fraktionen erntete.

Walter Klein, CDU-Fraktionsvorsitzender, hob in seiner Rede die Handschrift der Großen Koalition hervor und wies auf künftige Herausforderungen hin, wie den Rückgang von Einnahmen durch die Dillinger Hütte aufgrund geplanter Investitionen in Grünen Stahl.
Die CDU zeigte zudem klare Kritik an der Belastung der Kommunen durch Bundes- und Landespolitik, machte jedoch deutlich, dass der Haushalt in schwierigen Zeiten Gestaltungswillen zeigt. Im Sinne der CDU-Fraktion bleibt es wichtig, nachhaltige und zielgerichtete Maßnahmen für die Zukunft des Landkreises zu sichern.

Der Haushalt 2025 des Landkreises Saarlouis steht unter äußerst schwierigen Vorzeichen, die vor allem durch immer neue Anforderungen und Aufgaben des Bundes und Landes an die Städte und Gemeinden verursacht werden. Diese Herausforderungen bringen den Landkreis zunehmend an die Grenzen seiner finanziellen Leistungsfähigkeit. Oft heißt es: Der Bund bestellt, doch er bezahlt nicht – und diese Lasten tragen nun erneut die Kommunen im Kreis.
Trotz dieser schwierigen Umstände setzt der Landkreis nach wie vor wichtige Impulse, vor allem in Bereichen wie der Bildung. Doch Landrat Patrik Lauer bringt es bei der Vorstellung des aktuellen Haushaltsentwurfs auf den Punkt: „Das Ende der Fahnenstange ist erreicht.“ Der Haushaltsentwurf für 2025 beläuft sich auf 397 Millionen Euro – ein Anstieg von 16 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.
99,74 Prozent dieser Ausgaben fließen in Pflichtaufgaben wie Sozial- und Jugendhilfe sowie in den Bereich Schule. Da der Kreis keine eigenen Steuereinnahmen hat, müssen die Kommunen einen Großteil ihrer Einkünfte als Kreisumlage abgeben, was zu einer drastischen Erhöhung der Umlage um mehr als 23 Millionen Euro führt. Damit steigt der Umlagesatz von 49,8 Prozent auf 52,48 Prozent – ein harter Schlag für die Städte und Gemeinden, die ohnehin schon an den finanziellen Grenzen arbeiten.

Landrat Lauer stellt dazu fest: „Der Bund denkt sich ständig neue Aufgaben aus, ohne sie finanziell zu unterfüttern. Wir fahren seit Jahren auf Verschleiß, und das muss endlich aufhören!“ Zahlreiche Beispiele belegen diese Problematik, wie etwa die unzureichende Finanzierung des Digitalpakts für Schulen oder die ungenügende Unterstützung für die Wartung der digitalen Geräte an den Schulen. Der Kreis muss hier mit 700.000 Euro für das Personal aufkommen, das sich um die Betreuung der digitalen Infrastruktur kümmert – eine Belastung, die eigentlich vom Bund getragen werden sollte.
Ein weiteres Beispiel für die missliche Situation ist die Kürzung der Fallkostenpauschale für Asylbewerber, die den Kreis mit rund 1,2 Millionen Euro Mindereinnahmen belastet. Diese Kürzungen basieren auf veralteten Statistiken und spiegeln nicht die aktuellen Herausforderungen wider, etwa den Ukraine-Krieg und die hohe Inflation. Der Landrat fordert hier dringend eine Anpassung der Berechnungen.

Trotz dieser schwierigen Lage setzt der Landkreis auch weiterhin auf Investitionen in die Zukunft: Im Jahr 2025 sollen rund 32,5 Millionen Euro investiert werden, davon 29,3 Millionen Euro in den Ausbau von Schulen und Kitas. Diese Investitionen sind ein wichtiger Schritt, um den Kreis auch langfristig zukunftsfähig zu machen. Und obwohl der Umlagesatz von 52,48 Prozent einen höheren Wert als im Vorjahr darstellt, bleibt er immer noch der niedrigste im ganzen Saarland, was den Kommunen im Kreis Saarlouis weiterhin den größten Anteil ihrer eigenen Einnahmen sichert.

Als CDU Wadgassen steht weiterhin an der Seite unserer Kommunen und setzt sich für eine gerechtere und nachhaltigere Finanzpolitik auf Kreisebene ein.

Infobox

Der Kreishaushalt 2025 auf einen Blick:
• Aufwendungen im Ergebnishaushalt: 396,9 Millionen Euro (2024: 381,3 • Millionen Euro)
• Kreisumlage: 168.172.932 Euro (2024: 144.832.465 Euro)
• Kreisumlagesatz: 52,94 Prozent (ein der der niedrigsten im Saarland; 2024: 49,795 Prozent)
• Investitionsvolumen: 32,4 Millionen Euro (hauptsächlich für Schulen und Kitas; 2024: 30,5 Millionen Euro)

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