
36. Kreisumweltpreis des Landkreises Saarlouis verliehen
Am 12. September 2024 wurden im Landratsamt Saarlouis die Gewinner des 36. Kreisumweltpreises ausgezeichnet. Der Wettbewerb unter dem Motto „Vom Schottergarten zum Naturgarten“ ehrte kreative Umgestaltungen von Schottergärten. Den ersten Platz belegte Aline Meiers aus Rehlingen, gefolgt von Lisa und Maximilian Schulligen sowie Peter Segmüller. Die Gewinner teilen sich ein Preisgeld von 2000 Euro. Landrat Patrik Lauer und Claudia Beck betonten die Wichtigkeit naturnaher Gärten für den Umweltschutz und das lokale Mikroklima.

Ein Bericht unseres Kreistagsmitgliedes, Patrick Schmadel
Am 12. September 2024 wurden die Gewinner des 36. Kreisumweltpreises des Landkreises Saarlouis ausgezeichnet. Dieses Jahr lag der Schwerpunkt auf der Umgestaltung von Schottergärten in natürliche Gärten. Der Umweltpreis, der in diesem Jahr mit 5.000 Euro dotiert war, würdigt wieder Projekte, die einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
Die Preisverleihung fand im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes Saarlouis statt. Die Zeremonie wurde von Landrat Patrik Lauer und Claudia Beck, Beigeordnete des Landkreises Saarlouis und Leiterin des Kreisausschusses Umwelt, Klimaschutz, Tourismus und Landwirtschaft, durchgeführt. Monika Lambert-Debong, Sachgebietsleiterin für Klimaschutz, Umwelt, Regionalentwicklung und Tourismus, moderierte die Veranstaltung.
Der diesjährige Wettbewerb stand unter dem Motto „Vom Schottergarten zum Naturgarten“ und zielte darauf ab, private Gartenbesitzer zu motivieren, ihre Schotter- und Kiesgärten in ökologische Naturgärten umzuwandeln. Die prämierten Projekte sollten sowohl innovative Lösungen präsentieren als auch andere dazu inspirieren, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen.
Landrat Patrik Lauer betonte in seiner Rede die Bedeutung von ökologischen Gärten, „Ja, es ist pflegeleicht, aber schön ist anders“, betont er und unterstrich, dass Schottergärten oft als „Modern, ordentlich und pflegeleicht“ beworben werden! Doch hinter diesen verführerischen Schlagworten verbirgt sich ein Trend, der gravierende ökologische Probleme mit sich bringt und der Natur großen Schaden zufügt. Es sei entscheidend, dass man sich gemeinsam für den Erhalt der Natur einsetzt.
Im Kontext des Klimawandels gewinnt das Mikroklima in Städten und Dörfern zunehmend an Bedeutung, und Gärten sind dabei von zentraler Relevanz. Pflanzen tragen zur Reduzierung von Luftschadstoffen bei und schaffen kühle Oasen in der Sommerhitze. Entsiegelte Flächen können auch mehr Wasser aufnehmen und entlasten somit die Kanäle bei Starkregen. Ein naturnah gestalteter Garten bietet nicht nur einen Lebensraum für Vögel und Insekten, sondern auch einen wertvollen Erholungsort für Menschen, der zum Entspannen und Genießen einlädt.Claudia Beck lobte die Qualität der eingereichten Projekte und gratulierte den Gewinnern. Sie unterstrich die Wichtigkeit des Engagements für den Umweltschutz und den Beitrag jedes Einzelnen zur Verbesserung unserer Umwelt. Der Kreistag entschied sich, den Preis trotz der wenigen Bewerbungen zu vergeben, kürzte jedoch das ursprünglich ausgeschriebene Preisgeld von 5000 Euro auf 2000 Euro.
Die drei Finalisten des Abends, die gespannt zwischen den Gästen auf ihre Platzierungen warteten, haben eines gemeinsam: Sie haben nicht aktiv einen Schottergarten gewählt, sondern diesen beim Kauf eines Hauses übernommen. Dennoch haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, diese öden Flächen in blühende und natürliche Paradiese zu verwandeln.
- Den dritten Platz belegte Peter Segmüller aus Körprich. Unter dem Motto „Saar-Provence“ verwandelte er seinen gesamten Vorgarten in eine pflegeleichte Lavendel-Oase. „Es summte und brummte, als wir dort waren. „Es war eine wahre Pracht“, berichtete Claudia Beck. Für diese beeindruckende Gestaltung erhielt Segmüller ein Preisgeld von 300 Euro.
- Den zweiten Platz und 1000 Euro sicherten sich Lisa und Maximilian Schulligen aus Hemmersdorf. Ihr Gartenprojekt trug das Motto „Zeitgemäßer Umweltschutz ganz ohne Festkleben“ und setzte auf regionale Pflanzen, um einen naturnahen Vorgarten zu gestalten.
- Der erste Platz und 1000 Euro gingen an Aline Meiers aus Rehlingen, die zusammen mit ihrem Sohn zur Verleihung kam. Unter dem Slogan „Vom Kiesgarten zum insektenfreundlichen Vorgarten“ verwandelte Meiers ihren Garten in ein blühendes Refugium. „Dieser Garten wird das ganze Jahr über in Farben strahlen“, lobte Beck. „Es ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie man einen tristen Schottergarten in ein wunderschönes Projekt verwandeln kann.“
Seit 1985 vergibt der Kreis Saarlouis diesen Preis, bei dem bereits 134 Gewinner aus 446 Bewerbungen ausgezeichnet wurden. Insgesamt wurden seitdem 95.800 Euro an Preisgeldern vergeben und prämiert Projekte, die sich durch besonderes ökologisches Engagement auszeichnen.







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