
Fehlende Verantwortung und mangelnde Transparenz
In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates zeigten sich gravierende Mängel in der Führung der Wadgasser Politik. Die Verwaltung hat versagt und schiebt nun die Verantwortung von sich. Besonders kritisch ist die unzureichende Begründung der Ablehnung des Änderungsantrags zur Geschäftsordnung und die unklare Haltung zur SPD-Forderung nach fünf Ausschusssitzen. Die Realität widerspricht dem Bild der Versöhnung in der Wadgasser Rundschau. Auch die SPD trägt Verantwortung, indem sie eine falsche Sicht der Rechtslage verbreitet und sich unkritisch zurückgezogen hat. Die Bürger von Wadgassen verdienen eine transparente und verantwortungsvolle Verwaltung.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates wurden gravierende Mängel in der Führung und Entscheidungsfindung der Wadgasser Politik deutlich. Anstatt die Probleme sachlich und transparent anzugehen, versagte die Verwaltung auf ganzer Linie und weist nun die Verantwortung von sich (siehe Artikel der WR).
Besonders schwerwiegend ist die Entscheidung des Bürgermeisters, den Änderungsantrag zur Geschäftsordnung ohne detaillierte Begründung im Rat zurückzuweisen. Dieser Mangel an Transparenz und fehlender Kommunikation hat nicht nur zu einem Chaos in der Sitzung geführt, sondern auch das Vertrauen der Bürger in die kommunale Verwaltung erschüttert. Eine kritische Haltung gegenüber der SPD-Forderung nach fünf Ratssitzen, welche seitens der Verwaltung nicht als unzulässig abgelehnt wurde, hat die Situation zusätzlich eskaliert.
Der Bürgermeister hat es versäumt, proaktiv Lösungen zu präsentieren und die Probleme im Rat konstruktiv zu adressieren. Stattdessen wird in der Wadgasser Rundschau ein Bild der Versöhnung und des Fortschritts gemalt, das in krassem Gegensatz zur Realität steht. Die Tatsache, dass diese Angelegenheiten nun extern durch die Kommunalaufsicht geprüft werden müssen, unterstreicht die Versäumnisse und das irreführende Verhalten des Bürgermeisters.
Doch auch die SPD trägt eine nicht unerhebliche Verantwortung für die gegenwärtige Situation. Die SPD hat in ihrer Pressemitteilung eine falsche Sicht der Rechtslage vermittelt und somit die Problematik zusätzlich verschärft. Ihre unkritische Haltung hat jegliche konstruktive Diskussion im Keim erstickt und die Situation weiter verschärft. Anstatt offen und ehrlich die Herausforderungen anzusprechen, hat sich die einst streitbare SPD auf eine passive und angepasste Schneckenhausstrategie zurückgezogen.
Anstatt Verantwortung zu übernehmen und notwendige Reformen anzustoßen, wird die Situation nur noch verschärft. Man hat es verabsäumt, den Dialog zu suchen und den Rat konstruktiv zu führen. Es ist an der Zeit, dass man sich den realen Problemen stellt und sich nicht hinter wohlklingenden Worten und Hinhaltetaktik versteckt. Die Bürger von Wadgassen verdienen eine transparente, verantwortungsvolle und kompetente Verwaltung, die sich den Herausforderungen stellt und für das Gemeinwohl arbeitet.
Patrick Schmadel
CDU Gemeindeverbandsvorsitzender
Wadgasser Rundschau KW27 Auschnitt Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
letzte Woche fand die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderates statt. Das heißt, dass zum ersten Mal für diese Legislaturperiode alle neuen Ratsmitglieder zusammengekommen sind, um die Ausschüsse und Gremien zu wählen. Durch die Kommunalwahl im Juni gab es einige Veränderungen im Gemeinderat.
Leider war diese Sitzung ein Misserfolg für alle Seiten: Sowohl für die Fraktionen, die Bürgerinnen und Bürger als auch für mich. Die gesamte Sitzung war geprägt von langwierigen und ungeklärten Konflikten der Vergangenheit. Diese waren zwischen allen Beteiligten spürbar.
Für mich ist völlig klar: So kann es nicht weitergehen. Im Sinne einer konstruktiven Zusammenarbeit in allen Räten und Gremien müssen wir uns alle hinterfragen und die Konflikte bei Seite legen. Ich sehe mich als Bürgermeister aller Bürgerinnen und Bürger, egal welche politische Gesinnung auch dahinterstehen mag. Und das Ziel von uns allen sollte es sein, die Gemeinde weiter voranzubringen und gemeinsam viel zu erreichen und persönliche Befindlichkeiten zurückzustellen.
Deswegen habe ich bereits die Fraktionssprecher der drei Fraktionen SPD, Wir für Wadgassen (WfW) und „Vernunft und Mitte“ (ein Zusammenschluss aus CDU, FDP und zwei ehemaligen Mitgliedern von „Wir für Wadgassen“) eingeladen, um einen gemeinsamen Gesprächsfaden aufzubauen. Damit wir schnellstmöglich zu einer sachlichen Kommunalpolitik zurückkehren können, müssen die Konflikte der Vergangenheit ausgesprochen und ad acta gelegt werden. Wir sind alle nur Menschen und manchmal verirrt man sich unbemerkt und unbeabsichtigt in einen eigentlich nicht notwendigen Konflikt. Da nehme ich mich auch nicht aus. Mit meinem Schlichtungsangebot hoffe ich jedoch, dass wir in Wadgassen bald wieder die konstruktive Politik für alle Bürgerinnen und Bürger machen können, die wir seit 2014 über viele Jahre so erfolgreich und gemeinsam umgesetzt haben.
Gerne möchte ich an dieser Stelle dann auch den neu gewählten Beigeordneten Manfred Zang (CDU), Hana Seuren (WfW) und Tristan Klein (FDP) zur Wahl gratulieren. Auch hier hoffe ich auf eine konstruktive und gemeinschaftliche Zusammenarbeit für die Zukunft. …

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