
Die größten Risiken: CDU Wadgassen kritisiert Bürgermeister Greibers Agenda
Zusammenfassung:
Die CDU Wadgassen äußert in einer Pressemitteilung und Stellungnahme scharfe Kritik an Bürgermeister Sebastian Greibers politischer Agenda. Unter dem Titel „Die größten Investitionen“ resümiert Greiber das Jahr 2023 und kündigt ehrgeizige Pläne für 2024 an. Die CDU sieht finanzielle Herausforderungen aufgrund mangelnder Transparenz und unzureichender Risikobewertung des Bürgermeisters. Kritisiert werden angekündigte Projekte, insbesondere im Tourismus, Bauvorhaben und Feuerwehrzusammenlegungen. Die Ablehnung eines Feuerwehrgerätehausneubaus wird als Kommunikationsversagen bewertet. Bedenken bestehen bezüglich Tourismus- und Digitalisierungsprojekten sowie steigender Friedhofskosten. Die CDU fordert eine transparentere Politik und bemängelt eine schwindende Akzeptanz. Die Unzufriedenheit innerhalb des Gemeinderats zeigt laut CDU die Notwendigkeit einer Neuausrichtung in der politischen Führung.

Pressemitteilung und Stellungnahme
Die größten Risiken: CDU Wadgassen kritisiert Bürgermeister Greibers Agenda
Unter der Überschrift "Die größten Investitionen" und dem Untertitel "Wadgasser Bürgermeister resümiert das Jahr 2023 und kündigt in der SZ am 5.Januar große Pläne für den Start des kommenden Jahres an" möchten wir als CDU Wadgassen unsere tiefgreifende Kritik an Bürgermeister Sebastian Greiber politische Agenda zum Ausdruck bringen.
Wir sind der festen Überzeugung, dass die finanziellen Herausforderungen für Wadgassen aufgrund von Kosten- und Preisexplosionen direkt auf mangelnde Transparenz und unzureichende Risikobewertung seitens des Bürgermeisters zurückzuführen sind. Die steigenden Kosten und Zinsen, die zu einer finanziellen Schieflage führen können, betrachten wir als direkte Konsequenz zweifelhafter politischer Entscheidungen, bei denen letztlich die Bürgerinnen und Bürger die finanzielle Last tragen müssen.
Unsere Kritik richtet sich auch gegen die angekündigten Projekte für 2024, insbesondere das Tourismuskonzept, Bauvorhaben für Wildpark und Hallenbad, den schleppenden Glasfaserausbau sowie die geplante Zusammenlegung der Feuerwehren. Wir sind der Auffassung, dass die Umsetzung dieser Vorhaben nicht nur hohe wirtschaftliche Risiken birgt, sondern auch aufgrund mangelnder Akzeptanz in der Bevölkerung und Ehrenämtlern auf Unverständnis und Ablehnung stößt.
Die Neuaufstellung der Freiwilligen Feuerwehren und der geplante Neubau des Feuerwehr- gerätehauses in Differten sehen wir als Bereich, der Verbesserungspotenzial hat.
Die Ablehnung des Vorschlags zum Bau eines neuen Gerätehauses zwischen Differten und Friedrichweiler durch den Gemeinderat sehen wir als eindeutiges Zeichen für die unzureichende Kommunikation mit den betroffenen Feuerwehren. Die Einbindung eines Mediators betrachten wir als Indiz für das Scheitern der politischen Führung.
Wir sind besonders besorgt über die Entwicklung der Tourismus- und Digitalisierungsprojekte, die aufgrund von fehlender Zustimmung in der Bevölkerung und schleppender Umsetzung als Misserfolg betrachtet werden. Den massiven Anstieg der Friedhofskosten sehen wir als weiteres Beispiel für die finanzielle Belastung der Bürgerinnen und Bürger aufgrund fehlender Transparenz und falscher Prioritätensetzung.
In der letzten Gemeinderatssitzung im Jahr 2023 wurde von der Verwaltung der Vorschlag unterbreitet, die Abfallentsorgung nicht länger in Eigenleistung durch die Gemeinde zu erbringen, sondern wieder auf den EVS zurückzugreifen. Wir möchten hervorheben, dass wir seit über einem Jahrzehnt auf transparente Kostenstrukturen bei der Abfallentsorgung drängen. Die erhebliche Fehlentwicklung für die Abfallentsorgung stellt erneut ein weiteres Beispiel dar, dass Fehlentwicklungen nur widerwillig eingestanden werden! Die Kosten tragen dann die Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Gebührenabrechnung!
Insgesamt sind wir der festen Überzeugung, dass Bürgermeister Sebastian Greiber eine undurchsichtige, risikoreiche Politik betreibt, die nicht im Interesse der Wadgasser Bürgerinnen und Bürger liegt und die Akzeptanz der Bevölkerung für diese schwindet. Der Mangel an Transparenz und Ignoranz gegenüber Bedenken der CDU betrachten wir als Zeichen für eine unzureichende politische Führung, die die Gemeinde Wadgassen in ein "Gegeneinander" anstatt in ein "Miteinander" führt.
Zusätzlich lässt sich beobachten, dass die Politik des Bürgermeisters dazu geführt hat, dass die Unterstützung in den eigenen Reihen immer mehr bröckelt. Dies zeigt sich besonders deutlich in den Gemeinderatssitzungen, in denen ein spürbarer Unmut über die Art und Weise, wie Politik gemacht wird, unmissverständlich zum Ausdruck kommt. Die Unzufriedenheit innerhalb der Gemeinderatsmitglieder ist ein weiterer Indikator dafür, dass die politische Führung von Bürgermeister Greiber nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch in den eigenen Reihen auf Widerstand stößt. Die Diskrepanzen zwischen den politischen Zielen und der tatsächlichen Umsetzung schaffen ein Klima der Unzufriedenheit und verdeutlichen die dringende Notwendigkeit einer Neuausrichtung in der politischen Führung der Gemeinde Wadgassen.
CDU Wadgassen
Gemeindeverbandsvorsitzender: Patrick Schmadel
Zitat: Artikel der Saarbrücker Zeitung
– Link zur vollständigen Berichterstattung
Es tut uns leid, mitteilen zu müssen, dass wir den Artikel aus der Saarbrücker Zeitung leider nicht direkt in diesen Text einfügen dürfen. Jedoch können wir Ihnen gerne den Link zu dem Artikel zur Verfügung stellen. Hier finden Sie alle Informationen, die im Artikel behandelt werden: Dank für Ihr Verständnis
Zitat: Leserbrief an die SZ
Es liegt einiges im Argen
CDU stellt Führung des Bürgermeisters in Frage“, SZ vom 16. Januar
Zwei Anmerkungen zur Kritik der CDU Wadgassen:
Erstens: Die diversen GmbHs der Gemeinde sind das eigentliche Problem. Der Gemeinderat Wadgassen hat in der Vergangenheit originäre Aufgaben und Kompetenzen an diese ausgelagert und somit wichtige Zuständigkeiten – Stichwort „Kontrollrechte“ – abgegeben. Wichtige Investitionen gemeindlicher Projekte sowie deren Finanzierung werden nun auf Führungsebene der jeweiligen GmbH vorbereitet und entschieden, der Gemeinderat en passant in die Umsetzung mit eingebunden. Eine effektive Kontrolle der Eigenbetriebe durch den Rat der Gemeinde kann angesichts der bestehenden Unternehmensform bezweifelt werden.
Zweitens: Baumaßnahmen werden begonnen, aber nicht zeitnah ausgeführt und beendet. Das sorgt nicht nur bei mir, sondern allgemein in der Bevölkerung für Unmut. Ein Beispiel ist der ehemalige Hubertushof im Ortsteil Wadgassen. Seit Ankauf für 1.3 Millionen Euro, Abriss desselben und Montage einer „Info-Wand“ vor zwei Jahren ruhen die Arbeiten. Von den angekündigten und dringend benötigten Sozialwohnungen fehlt bislang jede Spur. Ein solches Management kennt man von Großprojekten à la BER. Muss das bei uns in Wadgassen sein? Ich denke, nein!
Stefan Sauer, Hostenbach
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